®ie tjerrfcljenbe Sofjtuu'bnung unb iljre SKättgel. 29 « erljöbungen auf Soften her Unterneljmergeminne nur baS Ergebnis eineS brutalen tu er 1b er n i cf) t e n b e n Kampfes fein iönnen. Ein wirtfchaftliclHechnifcher Nachteil befteht barin, baß ©treifS nur f p r u it g in e i f e Sobnei'l)öf)ungen. geftatten; ein OolfSUnrtfci)aftlicI)er barin, baf; fie Wie eine © p e r r f 1 i n f e am © p e r r a b W i r! e n, wol)l ein Vorwärts unb hinauf, aber fein riicfWärtS unb perab geftatten, baf? fie baper bie AttSlefe p ©unften beS ftärferen Unternehmers fünftlicf) beeinfluffen. Sie §öt)e ber burcl) AnWenbung tum ©eWalt erreichten Söhne fann auch nur für einen gemiffen ßeitpnnf't, nicl)t aber für längere 3ei* als ttäperungsmeife gerecht genannt werben; bie fefteu Sohnfälje finb eben p ftarr, um in ein bauernb angemeffeneS Verhältnis p beut in feiner Epe oft außerordentlich fchtoanfenben Neinertrag einer Unternehmung gebracht werben p fönnen. ©o lange bie Rentabilität ber Unternehmungen fcBanft — unb bas mirb fie immer t()un — finb ©treifS unb SluSfperrungen bei bem berrfdjenben Sol)nfhftem n o t m e n b i g immer mieberfef)renb. Senn immer mirb ber fefte Sopnfab bett fonfreten Verljältniffen bon ¿eit p 3eit angepaßt werben follen. !§n günftigen ©efcbäftSjeiten werben bie Arbeiter fiel) höhere Söhne erringen, in fcfjiecljten wirb ber Unternehmer nötigenfalls burcl) AuSfperrungen fie Wieber brüefen, £)ier um fiel) fchabfoS p hallen, bort oielleicl)t um überhaupt bie Unter» nehmung nicht als unrentabel aufgeben p müffen. Saß folche häufig mieberfehrenbe Veränberungen ber feften 3eitloi)rt= unb Afforbfäbe aucl) auf frieblichem SSege bor fiel) gehen f ö n n t e n, ift ¿War nicht p leugnen. SaS feist aber höhere geiftige unb fittlicl)e Vilbung ber Unternehmer unb Arbeiter borauS, ferner auSgebilbete Snftitutionen, wie: ©djiebS» unb Einigungsämter, bie heute noch in ben Kinberfcbuhen fieefen. betrachtet man borurteilsfrei bie beftehenben Ver£)ältniffe unb bergegenwärtigt man fiel) bie menfchliche Natur, fo gewinnt man bie Ueberjeugung, baß in abfel)barer ßeit eine frieblicfje Einigung über bie Sohnpöhe nicl)t p er» fielen ift, Wenn man baS ©pftent ber feften, mit bem @e = ftf)äft 8 ertrage nur m i 11 e l b a r j u f am m e n h ä n g e n b e n Söhne beibehält. ©cf)on ber Umftanb, baß tecpnifcl) Aenberungen f o häufig notwenbig werben, legt bie Vermutung unb 9Wöglid)feit bon ©treitigfeiten unzweifelhaft nahe. Sap fommt nocl) ber ¿Weite oben erwähnte Umftanb, baß erzwungene Sohnerhöhungen wie ein ©perr» mecl)aniSmuS wirfen, als foteher aber VolfSwirtfcbaftlici) außerorbentiicl) unheilboll finb. Sie unter betn herrfcljenben Sol)nfpftem burcl) ©treifS, Srohungen u. f. W. erreichten Söhne werben bon ber Arbeiterwelt als