127 an denkt den von keine weitere wilden Vorsorge. Thieren geraubt: Beide das Kinder in der wer­ ersten Erzählung von einem Lämmergeier, das in der zweiten von einer Wölfin. Diese hat das Kind zur Speise für ihre Jungen sich ausersehen; jener scheint die Beute für sich bestimmt zu haben. Die Eltern beider Kinder suchen Hülfe bei ihren Nachbarn; doch werden die Geraubten auf andere Weise gerettet. Beide Kinder ziehen durch ihr Rufen einen Wanderer zu ihrer Rettung herbei. Dao erste gibt seine Noth durch Angstgcschrei kund, das zweite durch bestimmte Worte. Die beiden Wanderer gehen der Stimme nach. In der ersten Erzählung schreckt derselbe den Lämmergeier auf und er findet das Kind am Rand eines tiefen Ab­ grundes; der Wanderer in der zweiten Erzählung findet in dem Gebüsch, aus dem er die Worte vernommen: „Geh', oder ich gebe dir Eins!" das Kind von sechs jungen Wölfen umgeben. Er schlägt diese todt und eilt mit dem Kind aus dem Gebüsch. Das Kind in der ersten Erzählung war wohl nicht im Stande, sich gegen die Krallen des Lämmer­ geiers zu wehren; das in der zweiten vertheidigte sich gegen die nach seinen Händchen schnappenden Wölfe mit seinem hölzernen Löffel. Jenes hatte am liiifen Arm und an der Hand eine Verwundung, und Schube, Strümpfe und Mützchen verloren. Dieses hatte keinerlei Schaden genommen und ließ selbst den hölzernen Löffel nicht aus seinen Händen fahren. Das Kind in der ersten Erzählung erhielt von diesem Vorfall her den Uebernamen „Lämmergeier-Anni"; auch ist von seinen spätern Schicksalen noch einiges ge­ meldet; von dem in der ersten Erzählung ist weiter nichts mehr berichtet. Die erste Erzählung nennt personen alle rnit Namen, die zweite nicht. die Haupt­