52 thum an edler Sprache, Reichthum an edlem Lebensgehalt zu verschaffen. O, wie solche Beschäftigung den Schüler hebt, befreit, tüchtiget; wie er an diesem Reichthum selbst Der Umgang mit dieser lebendigen Sprache reich wird. geht nun zunächst darauf aus, den Reichthum zu heben, den Inhalt in's Licht zu setzen, dem Kinde in's Herz zu stellen, daß es ihn mit Liebe und Freude in sich trage und bewege. Es mag nun geschehen durch Zergliederung und Er­ läuterung, durch Lesevortrag und Memoriren, durch freien Vortrag, durch durch Concentration, Gehaltes, idealen Vergleichung weisung Nachweisung des durch durch Charakterisirung der Personen, ähnlicher Meisterstücke, der logischen Construction, durch Nach­ durch Umbau und Nachbildung, durch der Form zugewandte Betrachtungen: alle diese Uebungen führen in die Werkstätte des schaffenden erfüllen das Herz mit Freude. Geistes und Alle diese Gänge durch die reichen Kammern hat der Schüler an der Hand des Lehrers selbstständig zu durchwandern, jede einzelne Uebung kräftig und klar, abschließend und bestimmt, mündlich darzustellen, und dann schriftlich aufzuzeichnen. Die Schule glaube fest an die Wahrheit jenes trefflichen Ausspruches: „Nicht nur der Wille, sondern auch der Gedanke muß bei'm Gehorsam anfangen." In dieser Weise findet das mündliche und schriftliche Sprechen reich­ liche und wirksame Pflege. Es steht so unter der Zucht des Geistes, in der der Schüler sich aus der Gebundenheit zur Freiheit emporarbeitet, und führt weit ab von fadem Geschwätz zur Keruhastigkeit und Gehalt. Schüler aus, So spricht der was er schaut, was in ihm warm und lebendig geworden. So erwirbt er im unmittelbaren Umgang